Mittwoch, 16. Januar 2013

Free-Goldmode-Preis


Hallo liebe Leserschaft,

es wird wieder einmal Zeit ein Artikel zu schreiben, der sich nicht ums Gold waschen handelt.
Freiheit durch Gold ist kein Fantasie Name, sondern hat auch ein Hintergrund der zum Nachdenken anregen sollte.
Ich möchte hier keine große Einleitung  verfassen, ich möchte gleich auf das Thema, was mich übrigens sehr am Herzen liegt, kommen.

„Freiheit durch Gold“ soll auch ein Anstoß an meinen Mitmenschen sein, aber ich sehe in meiner Umgebung immer mehr Familien die sich so dermaßen verschulden, ihrer Gier nach Immobilien nicht unterdrücken können, dass mir ihre Kinder bereits jetzt schon leid tun.
Eins vorweg, es spricht definitiv nichts gegen Immobilien, wenn man sich diese leisten kann.

Ich lass die Woche ein Artikel über Chinas Währungsreserven in Dollar. Der chinesische Finanzminister kam dabei zu Wort. China hat Währungsreserven von 3300 Milliarden Dollar, der Chinesische Finanzminister geht davon aus, dass die chinesischen Währungsreserven um die 2020 nur noch eine Kaufkraft von unter 300 Milliarden Dollar besitzen.  Ich finde diese Aussage sehr brisant, weil der Chinesische Finanzmister damit wohl ausdrücken möchte, dass uns, wenn weiter so massiv Geld gedruckt wird, eine Hyperinflation bevor steht. 
Seit 2007 hat die EZB ihre Bilanzsumme so kräftig ausgeweitet, dass es mir schon langsam egal ist, diese immer wieder vorzuzeigen. Für uns „normale „ Menschen sind solchen Summen irrwitzig, weil hinter solche Bilanzsummen nur sehr wenige Sicherheiten stehen. Phantomvermögen nennt sich sowas.

Wir konnten in Vergangenheit lesen, dass die EZB dreistellige Milliarden Beträge, Schlagwort „Tender“, aufgelegt haben und diese zu 1 Prozent den Banken weiter gegeben hat.
Deutsche besitzen in Deutschland ein Immobilien Vermögen von rund 5 Billionen Euro, man muss aber auch gleichzeitig feststellen, dass rund ein Viertel aller Haushalte in Deutschland kein Geldvermögen besitzen, trotzdem besitzt jeder zweite Haushalt Immobilien, dass überwiegend selbst genutzt wird.

Wie rechnen die Haushalte, in denen auch Kinder vorkommen können!? Einfach Rechenbeispiele gefälligst? Ok, mach ich!
Nehmen wir an, dass eine Familie ein Mietzins von 1000 Euro im Monat zur Verfügung hat und sich eine nette Summe von 50.000 Euro angespart hat. Nun entscheiden die Eltern, Ihren Mietzins in „ihrem“ Eigenheim zu investieren.  Eine gute Entscheidung denkt man sich ja!

Zinsphase 10%
Ein Objekt kostet 200.000 Euro, die Familie hat ihre 50.000 Euro angespart und möchte ein Kredit bei ihrer Bank aufnehmen. Der Kredit liegt bei 165.000 Euro, rund 7,5% Nebenkosten wurden mit eingerechnet. Somit müsste die Familie jeden Monat 1375 Euro Zinsen an die Bank bezahlen, da aber  die Familie vorher nur 1000 Euro pro Monat an Mietzins zur Verfügung hatte, können sie sich dieses Haus nicht leisten.

Zinsphase 7%
Jetzt fallen die Zinsen auf 7% und die Belastung fällt somit auf 962,50 Euro pro Monat. Da die Familie ein 1000 Euro Budget hat, kann sie sich nun die Immobilie leisten. 

Durch die sinkenden Zinsen nutzen nun immer mehr Familien ihre vorher 1000 Euro Mietzins ins Eigenheim zu investieren, da aber eine erhöhte Nachfrage auf die obigen 200.000 Euro Objekte entstehen, steigen diese schwubsdibubs auf  300.000 Euro.

Zinsphase 5%
Unsere Familie mit Kindern bräuchte nun ein Kredit von 272.500 Euro. Bei 5% Zinsen übersteigt es ihren 1000 Euro Budget um 135,42 Euro pro Monat. Die Familie kann sich das obige Haus nun wieder nicht leisten.

Zinsphase 4%
Jetzt aber! Die Zinskosten pro Monat für unsere Familie betragen nun 908,33 Euro pro Monat. Jetzt spart sich die Familie sogar 91,67 Euro im Monat , weil diese die Jahre davor immer ein Mietzins von 1000 Euro berappen mussten. Ein Eigenheim auf Kredit macht Sinn, denkt man!!! Man spart jetzt rund 90 Euro im Monat und kann diese für den Konsum ausgeben. Wir werden ja schließlich als „Konsumenten“ tituliert und wollen dies mit Nachdruck beweisen.

Liebe Leser, dass ganze kommt aber noch besser.

Zinsphase 3%
In so einer Zinsphase steigt die Nachfrage nach den obigen Objekten sprunghaft an.  Für das obige Objekt muss man nun schon 400.000 Euro hinlegen.  Die Kreditsumme erhöht sich nun auf 380.000 Euro. Nicht vergessen, 7,5% sind in der Kreditsumme als Nebenkosten mit eingerechnet, auch die Ansparsumme von 50.000 Euro.
Bei dieser Zinsphase bleibt die Familie auch unter 1000 Euro, was als Budget ja zur Verfügung steht. Genau 950 Euro bezahlt nun die Familie für den monatlichen Zins von 3% an ihrer Bank.  50 Euro pro Monat bleibt für den Konsum .. viel zu wenig! Es muss die 2% Zinsphase her.

Und nun liebe Leser meines Blogs, kommt es Knüppelhart!

Zinsphase 2%
Das obige Objekt kostet nun durch die gewaltige, nein, durch die gewaltig enorme Nachfrage 500.000 Euro! Kein Problem, ihre Bank finanziert das!

487.500 Euro müssen als Kredit aufgenommen werden. Die monatlichen Zinsen belaufen sich nun auf 812,50 Euro pro Monat. 187,50 Euro spart man sich nun in dieser Zinsphase. 187,50 Euro können somit mehr in den Konsum fließen. Einhundertsiebenundachtzig, fünfzig Euro spart man sich gegenüber diejenigen, die rund 1000 Euro im Monat Miete bezahlen.  Spätestens  jetzt erkennt man an seinen Mitmenschen, die vorher noch Freunde sein wollten, dass Ihre Einstellung gegenüber die, die jetzt noch Miete bezahlen, doch eigentlich dumme Menschen sein müssen.
Das obige Haus, das ich mir bei einem  Zins von 10% und 200.000 Euro nicht leisten konnte, kann ich mir jetzt für 2% Zins und 500.000 Euro leisten.  Mal ehrlich gell?

Zinsphase 1,5%
Das obige Objekt ist nun für 750.000 Euro zu haben. Die 50.000 Euro Eigenkapital reichen nun nicht mehr aus, um die Nebenkosten, die beim Immobilienkauf anfallen, zu bezahlen.  In Spanien und vor allem in USA boten die Banken daher eine 100% Finanzierung an.

So lange das Budget für die Zinslast unter 1000 Euro pro Monat bleibt, ist alles in Butter.

Die Zinsen für Immobilienkredite liegen in Deutschland zurZeit zwischen 3,24 – 1,75 Prozent.
Durch die Niedrigzinspolitik ist der Nominalwert von Immobilien derzeit auf einem Höchststand. Wenn man auf diesem Höchststand verkauft und in aktuell nominal unterbewertete Assets investiert, kann man das Maximum an Kaufkraft und Nominal Gewinn einfahren.

Jetzt höre ich immer wieder, genau von solchen Leuten die Immobilien jetzt in ihren Hochstands Bereich über Kredit kaufen, dass wenn eine Inflation oder Hyperinflation kommt, dass man dann für den Gegenwert eines Apfels die Kreditgeber um eine als Sicherheit verpfändete Immobilie bringen kann.  Man darf davon ausgehen, dass die Banken allen Einfluss geltend machen, um zu verhindern, dass diese mit einem Apfel abgespeist werden.
Wir nehmen jetzt an, dass die EZB ihre Bilanzsumme so extrem ausweitet, dass wir in Deutschland in eine Hyperinflation hinein rauschen. Unsere Urväter und Urmütter kennen dies ja.

Gerade bei einer Hyperinflation kann der Gesetzgeber überraschend einen Lohnstop, Preisstop, Mietpreisstop, eine Indexierung von bisher nicht indexierten Langfristverträgen usw. usw. gesetzlich anordnen und unter Berufung auf Treu und Glauben, Erhaltung der Geschäftsgrundlage,  Verhinderung von ungerechtfertigten Vermögensverschiebungen, etc. direkt per Gesetz verhindern, dass man für den Gegenwert eines Apfels die Kreditgeber um eine als Sicherheit verpfändete Immobilie bringt. Haben die Kreditnehmer eine Lobby?
Bei einer Hyperinflation kommt noch Zeitliche hinzu. In der Regel laufen Kreditverträge über mehrere Jahre. Ihre Bank wird sich mit allen Mitteln einer vorläufigen Ablösung ihres Kredits entgegenstemmen.  Dann haben Kreditgeber in ihren AGBs  eine Wertsicherungsklausel mit aufgenommen, diese sehen nämlich vor, dass sich der Wert der geschuldeten Summe aus welchen Gründen auch immer verringert, die Gläubiger immer den Betrag erhalten, der wertmäßig der vereinbarten Geldsumme im Augenblick des Vertragsschlusses entspricht. 

 
Was ganz wenige wissen, was ich aber in Russland dank meiner Frau und meinen Schwiegervater erlernen durfte, dass es in einer Hyperinflation auch eine Deflation gibt.

„Die Preise gehen in Inflation und die Assets gehen in Deflation, sowas nennt man auch Krise“. Eine Hyperinflation ist eine Krise. Die Zinsen Steigen und die Immobilienpreise fallen dadurch.  Jetzt verlangt ihre Bank Sicherheiten von den Familien, weil die Forderungen höher sind, als die Immobilie nun wert ist. Da aber in einer Krise die finanziellen Verhältnisse der Kreditnehmer  sich verschlechtern und die Bank nun Cash als zusätzliche Sicherheit möchte, die Familien, das Cash als Sicherheiten nicht nachschießen können, kommt es dann von Kreditgeber zur Kündigung des Kredits und diese verwertet die Sicherheit (Immobilie).

Mit anderen Worten:

Der Kreditgeber wartet, bis die Immobilie billiger wird, verlangt ein Nachschuß, den der Kreditnehmer nicht leisten kann und versteigert dann die Immobilie zum Schnäppchenpreis an sich selber!
Wer aber sein Immobilien Kredit schon schön weit abgestottert hat und Sicherheiten nach schiessen konnte, sein Tilgungsplan einhält muss bei einer H-Inflation damit rechnen, dass das private Kostengefüge völlig aus den Fugen geraten kann. Essen kann plötzlich 80% vom Monatsgehalt ausmachen usw.usw.
Es gibt noch mehr Hässlichkeiten, lassen wir ihre Bank Pleite gehen. Der Konkursverwalter hat dann das Recht, alle bestehenden Verträge zu kündigen und den Kredit sofort fällig zu stellen.  Naja, hoffentlich kann dann die Familie mit Kindern sofort ihren Kredit bezahlen. Falls nicht, ist ihre Immobilie weg!

 
„Durch die Niedrigzinspolitik ist der Nominalwert von Immobilien derzeit auf einem Höchststand. Wenn man auf diesem Höchststand verkauft und in aktuell nominal unterbewertete Assets investiert, kann man das Maximum an Kaufkraft und Nominal Gewinn einfahren. „

Die unterbewerteten Assets gehen selbstverständlich auch in Deflation, aber da verhält es sich etwas anders.
Gold ist der unterbewertete Asset. Es gibt zwei Sorten von Gold. Das Papiergold und das „echte Gold“

Wie verhält sich Gold in einer Hyper / Inflation?

Der Goldpreis wird durch Futures an den Börsen durch Papiergold bestimmt. Das Mengenverhältnis zwischen Papiergold und echten Gold kann ich mit Bestimmheit nicht sagen, weil ich dazu keinerlei Informationen im Internet gefunden habe. Fakt ist aber, der jetzige Goldpreis, ist ein Papiergoldpreis.
Die Goldpreisblase platzt nun, wie die Immobilienblase auch, der Papiergoldpreis fällt nun dramatisch. Das viele Papiergold und das bisschen echte Gold wird nun nichts mehr wert sein. Keine Mine der Welt gibt echtes Gold für 200-300 Dollar die Unze mehr her. Das echte Gold versteckt sich, nun fällt der Goldmarkt völlig zusammen. Wie lange dies dauern wird, kann niemand sagen.
Nun aber werden die Forderungen die an Papiergold gestellt worden sind, zumindest in Teilen, oder auch ganz, umgelenkt auf echtes Gold. Nun findet  praktisch über Nacht das echte Gold seinen “Free-Preis”!!

55.000 Dollar pro Unze, hört sich doch gut an? Ist das dann der Free-Goldmode-Preis?
Gut dass man in unterbewertete Assets investiert hatte und für die anderen “dumm” war!!

Vielen Dank für das Lesen dieses etwas längeren Artikels und have Fun beim Gold waschen.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Hallo Julian,

      danke. Solche Infos gehören auch in ein Goldwasch Blog.

      viele Grüße

      Torty

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  2. Ja, sowas war vor ein paar Jahren mal durch die Medien gegangen. Such mal nach "Lone Star Funds".

    Gruß Daniel

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    1. Danke für die Info. Muss ich mir mal am Wochenende anschauen.

      viele Grüße

      Torsten

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  3. Hallo bin der thomas 43 jahre und würde gerne mal mit zum goldwaschen hier meine email tkroca@yahoo.de wäre echt super von jemanden zu hören der sich da auskennt und mich mitnehmen würde ,gruß thomas

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    1. Hallo Thomas,

      bitte Dich als Mitglied hier im Blog anmelden, damit etwaige Wissen wo Du ungefähr wohnst. Das würde dies doch vereinfachen.

      viele Grüße

      Torsten

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  4. Hallo bin der thomas aus Nürnberg 43 jahre würde gerne mal mit zum goldwaschen,wäre super wenn jemand lust hätte mich mit zu nehmen oder wir fahren mit meinem Auto egal wäre toll.
    E-Mail tkroca@yahoo.de
    tel 01726195926

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